Die Medien in der Initiatisch spirituellen Wegbegleitung / Initiatischen Therapie

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Geführtes Zeichnen
Beim Geführten Zeichnen mit Zeichenkohle auf großformatigem Papier folgt die/der Zeichnende mit geschlossenen Augen der eigenen inneren Führung. Im meditativen Vollziehen von sogenannten Urformen des Seins (Kreis, Schale,…) oder sich absichtslos der inneren Führung überlassend, kann sie/er mit sich selbst, den aufsteigenden Gefühlen und den eigenen, teilweise verborgenen, Lebensthemen in Kontakt kommen.
Im Dialog mit dem/der BegleiterIn finden Reflexion und Bewusstwerdung statt. Indem sich die/der Zeichnende diesem Gestaltungs- und Bewusstwerdungsprozess öffnet, kann eine annehmende und bejahende Haltung sich selbst und dem konkreten Leben gegenüber eingeübt werden. In diesem heilsamen Prozess ist es möglich, mit dem heilen, göttlichen Wesenskern im eigenen Inneren in Beziehung zu gelangen.

Personale Leibarbeit
In der Personalen Leibarbeit geht es um In der Personalen Leibarbeit geht es um Berühren und Berührtwerden. Durch die uralte Geste der Zuwendung, z.B. das einfache Halten der Hand oder das schlichte Auflegen der Hände, kann ein tiefes seelisches Berührtsein ausgelöst werden. Der dadurch entstehende Resonanzraum kann in ein tiefes Gemeint- und Erkanntsein münden. Unerlöste und verdrängte Seelenanteile, die sich als Blockierung im Leib manifestiert haben, können fühlbar werden und so mehr ins Bewusstsein kommen. Die im Laufe unseres Lebens ungefühlten und unangenommenen Verletzungen und Traumata können in diesem Resonanzraum, in dem der Mensch mit seinem göttlichen Ursprung verbunden ist, nach und nach als sinnvoll erkannt und liebend angenommen werden. Auf diesem Weg ist es möglich, dass sich Körper, Seele und Geist immer mehr miteinander verbinden und sich der Mensch aus seinem ureigenen Wesen entfalten kann.


Arbeit am Tonfeld®
Ein Tisch, darauf ein Kasten mit formbarer Tonerde, eine Schale Wasser, ein Stuhl für Dich, ein Platz für mich – das ist der Rahmen, in dem Du Dir selbst neu begegnen kannst: Du schließt Deine Augen und nimmst dieses Feld mit Deinen Händen wahr, überlässt Dich der Berührung, der Unsicherheit, der Kraft, der Bewegung, der Sehnsucht Deiner Hände. Du bist eingeladen, Dich einzulassen und geschehen zu lassen: was Deiner inneren Bewegung entspricht, wird sich am Material als Gestalt zeigen. Nicht Problem oder Krise stehen nun mehr im Mittelpunkt, sondern Deine neue Möglichkeit. So kann Dir, unterstützt durch das begleitende Gespräch, Deine Arbeit Antwort und Wegweiser für Dein Leben werden.
Die Arbeit am Tonfeld® wurde 1972 von Prof. Heinz Deuser in Todtmoos-Rütte entwickelt und seither weiterentwickelt und gelehrt.


Arbeit mit Tonerde
Das Berühren und Durchkneten der feuchten Tonerde mit geschlossenen Augen führt uns zu einem ganz tiefen sinnlichen Erleben. Es bringt uns in Berührung mit den eigenen Wurzeln und kann Vertrauen in den schöpferischen göttlichen Urgrund nahebringen. Im nächsten Schritt formt sich aus den natürlichen Bewegungsimpulsen der Hände bei geschlossenen Augen eine Gestalt, die Ausdruck der momentanen Seelenbefindlichkeit ist.
Im Gespräch mit dem Begleiter/der Begleiterin kann das Erlebte und Geformte auf seine Wirkung und seine symbolische Bedeutung hin angeschaut werden.

Arbeit mit Aquarellfarbe
Farben haben eine tiefgreifende Wirkung auf unser Gefühlsleben. Sie spiegeln die Kräfte unserer Seele wider und zeigen uns sowohl ihre Harmonie und ihr Heilsein, als auch ihre Störungen und Blockaden. In dieser Arbeit überlassen wir uns der Führung der entstehen den Farben und Formen, lassen spontan unsere Bilder aus dem Unbewussten aufsteigen und ermöglichen unserem Wesen hervorzutreten und sich ins Sichtbare zu verdichten. So bekommen wir Einblick in das, was noch jenseits unseres Tagesbewusstseins an tieferen Entwick lungstendenzen in uns ruht. Indem wir diese Bilder bewusst gestalten, sie vor uns hinstellen und anschauen, sie benennen und über sie sprechen, können wir ihre Inhalte unserem Bewusstsein anschließen und ihre lösende, erneuernde und heilende Wirkung erfahren.
Neben den beglückend befreienden Erfahrungen werden wir immer wieder auch an absolute Grenzen geführt, die verbunden sind mit Dürre, Dunkelheit und Schmerz. Aber wir erleben uns als aktive Gestalter unseres Bildes und damit unseres Lebens.(Text: Ingrid Stennecken, ehemalige Mitarbeiterin)

Systemische Aufstellungsarbeit
Menschliches Verhalten folgt meist unbewussten inneren Bildern, die sich überwiegend im Zusammenleben mit der eigenen Familie – manch mal über Generationen hinweg – entwickelt haben. Diese Bilder beeinflussen das eigene Erleben in Beziehung zu sich selbst wie auch zu anderen, oftmals leider schmerzhaft, einschränkend. Die systemische Aufstellungsarbeit bietet da eine gute Möglichkeit, diese inneren Bilder mit ihren dahinter wirksamen Dynamiken, unbewussten Verstrickungen und Bindungen an die Herkunftsfamilie sichtbar und damit veränderbar zu machen. Ziel der Arbeit ist es, neue, heilsame innere Bilder entstehen zu lassen, die den Selbstwerdungsprozess anregen, neue Sicht- und Hand lungsmöglichkeiten eröffnen sowie persönliche Entfaltung anstoßen, so dass eine größere persönliche Freiheit und innerer Frieden mit der eigenen Geschichte möglich wird. Ein Durchbruch solch neuer Sicht- und Erlebensweisen wird oftmals als initiatisch erlebt.