Im Geiste von Taizé

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"Ein Mensch, der betet, hat einen Bezugspunkt. Dieser unsichtbare und verborgene Pol zieht ihn vorwärts. Oft wird es nur ein Vorantappen sein, aber das Ziel, auf das er blickt, erfüllt ihn und treibt ihn weiter. Nach und nach entdeckt er, dass er dafür geschaffen ist, von einem andern als von sich selbst bewohnt zu sein. Wenn er auf das hört, was im Innersten seines Herzens vor sich geht, wird er seiner Einmaligkeit gewahr. In seinem armseligen Gebet bis in die Tiefen seiner Wurzeln angerührt, wird er ein anderer für die anderen."
aus: Frère Roger, Tagebuch 1972