Über uns

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Der Benediktshof ist ein Ort der Stille, des schöpferischen Tuns und der Begegnung. Träger des Benediktshof ist der eingetragene und gemeinnützige Verein "Benediktshof - Christliche Meditations- und Begegnungsstätte e.V."

Der Benediktshof wird bewohnt und getragen von einer christlichen Gemeinschaft. Hier hat sich eine Form seelsorglich-spiritueller Wegbegleitung herausgebildet, die seit 1970 in der Jugend- und Erwachsenenbildung der Benediktinerabtei Gerleve sich entwickelte; die sich also in der benediktinischen Tradition verwurzelt weiß. Wesentlich inspiriert und erweitert wurde das seelsorglich-spirituelle Konzept des Benediktshofes durch die „Initiatische Therapie“ nach Prof. Karlfried Graf Dürckheim und Dr. Maria Hippius-Gräfin Dürckheim, den Gründern der existentialpsychologischen Bildungsstätte Todtmoos-Rütte.

1986 wurde der Benediktshof in Münster durch den Gerlever Benediktinerpater Ludolf Hüsing und Christoph Gerling gegründet. Am 1. Juni 1997 begann für den Benediktshof ein neuer Abschnitt. Die eigene Hofstelle in Münster-Handorf eröffnet neue Räume – im Äußeren wie im Inneren. Suchende Menschen unterschiedlichster Herkunft werden als Gäste aufgenommen, um für Tage, Wochen oder Monate allein oder in der Gruppe teilzunehmen am „ora et labora“, am „bete und arbeite“, in der Stille ebenso wie im gemeinsamen Tun. Einige Mitglieder der Gemeinschaft sind in seelsorglich-spiritueller Wegbegleitung besonders geschult: theologisch-spirituell, psychologisch und therapeutisch. Sie betreuen Gäste in Einzelstunden und in der Gruppenarbeit.

Benediktshof Haupteingang

Jeder Gast wird dazu in einer besonderen Form der Exerzitiumsarbeit unterwiesen. Das können beispielsweise folgende Übungen sein: Meditation/ Kontemplation im Sitzen (in der Tradition des Zazen nach P. Lassalle und des Jesus-Gebetes), meditative Gebärde, Zeichnen, Bogenschießen, Malerei etc.
Alle diese Übungen (Exerzitium) sind Übungen großer Achtsamkeit. Sie helfen dem Übenden, den Alltag aus erneuerter Spiritualität heraus zu gestalten und sich einzulassen auf den unbegrenzten Umkehr- und Wandlungsprozess des Lebens.

Zum Benediktshof kommen auch Menschen, die durch äußere oder innere Umstände in Sinn- und Lebenskrisen geraten sind. Eine Gruppe sind junge Menschen im Alter von 18 bis 30 Jahren. Sie sind auf der Suche nach Lebens- und Berufsentscheidungen. Zum anderen kommen Menschen zwischen 30 und 55 Jahren in ihrer Lebensmitte, um sich innerlich neu zu gründen und für die zweite Lebenshälfte neu auszurichten. Es kommen ältere Menschen, die sich auf ihrer letzten Wegstrecke mit der Endlichkeit des Lebens, dem Thema Tod und Leben auseinandersetzen wollen.

Darüber hinaus kommen Menschen in primär helfenden seelsorglichen Berufen. Sie erhalten eine individuelle Begleitung, die ihnen hilft, ihrer Arbeit neue Impulse zu geben. Seit 1999 bietet der Benediktshof eine Ausbildung in „Spiritueller Wegbegleitung“ an.